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Die Anfänge machte Heinrich Schickendantz, der als Lehrer in Tucuman arbeitete. Er fand eine Pflanze, die Dr. Weber später als Echinocactus microspermus beschrieb (1896) und damit zur Leitart der Gattung Parodia wird. Karl Schumann veröffentlichte nur 2 Jahre später den bekannten Echinocactus chrysacanthion. Zu dieser gesellte sich 1907 Echinocactus maassii (Heese).

Britton & Rose, die Anfang der zwanziger Jahre das Kakteenreich völlig neu ordneten, stellten die Gattung Hickenia auf (1922), deren Name allerdings schon vergeben war. So war es schließlich Dr. Carlos Spegazzini, der 1923 den gültigen Namen Parodia veröffentlichte, benannt nach dem Pflanzenforscher Dr. Domingo Parodi. Danach wurden viele Parodien insbesondere durch Backeberg gefunden und beschrieben, meist jedoch ohne die Nomenklaturregeln einzuhalten. Das Ergebnis waren viele ungültig beschriebenen aber noch heute geläufigen Pflanzennamen. Martin Cardenas und Friedrich Ritter fanden 1960-1980 viele weitere Parodien wie auch Walter Rausch und Dietrich Herzog. Diese Pflanzen wurden überwiegend von Walter Weskamp und Fred H. Brandt beschrieben, die mit ihren Arbeiten mehr oder weniger Anerkennung fanden. Gerade letzterer hat viele seiner "Gewächshauspflanzen" beschrieben. Geringe Abweichungen führten schon zu neuen Namen. Walter Weskamp hat zwar viele neue Namen geschaffen, über deren Sinnhaftigkeit man streiten könnte, aber ihm ist es zu verdanken, dass wir so viel über die Pflanzengattung erfahren haben. So hat er noch in hohem Alter in den Jahren 1987 bis 1997 seine 3 Bücher über diese Gattung veröffentlicht.

Die Mitglieder der Inter-Parodia-Kette wollen mit ihrer Arbeit nicht nur das Interesse für diese schönen Pflanzen wecken, sondern auch diese Arbeiten fortsetzen und Übersicht sowie Ordnung in die Gattung bringen.